Bandlaufregelung

Steuerrollen mit proportionalem Stellverhalten

In Bandbehandlungslinien kann durch verschiedene Einflüsse ein seitliches Auswandern des Bandes auftreten, was zu einer Beschädigung des Produktes oder der Produktionseinrichtung führen kann. An geeigneten Stellen in der Behandlungslinie werden daher Steuerrollen eingesetzt, die das Band wieder in die Anlagenmitte zurückführen bzw. genau einem Behandlungsprozess zuführen. Die Ursachen für derartige Bandverläufe können sowohl vom Produkt selbst herrühren (z.B. durch säbelförmiges oder welliges Band, versetzt oder schräg angeschweißte Bänder) oder entstehen durch Einwirkung des Behandlungsprozesses, wie z.B. durch schlecht ausgerichtete oder einseitig wirkende Trag- oder Abquetschrollen, ungleichmäßige Heiz- oder Kühlprozesse und vieles andere mehr.

Die Bandlaufregelunge über Steuerrollen sind stetige elektrohydraulische oder elektromechanische Regelkreise. Die Bandlagemessung ist in den meisten Fällen als Bandmittenmessung ausgeführt, so dass bei Bandbreitenumstellungen kein Nachstellen der Messeinrichtung erforderlich ist. Abweichungen des Bandes aus der vorgegebenen Lage werden von der Messeinrichtung erfasst und dem digitalen Bandlaufregler gemeldet. Der Ausgang des Bandlaufreglers bewirkt über den elektrohydraulischen oder elektromechanischen Aktor eine Verstellung des Steuerrahmens, so dass das Band in die Solllage zurückgebracht wird.

Zur Führung des Bandes werden nach Möglichkeit keine zusätzlichen Rollen eingesetzt, sondern an geeigneten Stellen erforderliche Umlenkrollen genutzt. Je nach den freien Bandstrecken und der Einbausituation stehen hierzu verschiedene Systeme zur Verfügung. Sie bestehen im Wesentlichen aus einem Grundrahmen, der mit der Anlagenstruktur (Fundament oder Stahlbau) fest verbunden ist, einem Steuerrahmen, der die Umlenkrolle(n) trägt, den erforderlichen kinematischen Baugruppen und einer zweckmäßigen Aktorik.

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